Der Kälteste Januar seit 9 Jahren
Der Januar 2026 ist nun vorbei, und wir blicken zurück auf das, was dieser Monat meteorologisch zu bieten hatte. Ein Blick in die Statistik zeigt sofort: Temperaturmäßig bewegte sich der Januar überwiegend auf winterlicher Schiene.
WETTER-NEWS
Marcel Helget
2/1/20263 min read


Maisach/Bayern – Den zweiten meteorologischen Wintermonat haben wir nun hinter uns. Das deutschlandweite Temperaturmittel lag bei -0,8 °C. Damit ist der Januar 2026 der kälteste seit 9 Jahren. Kälter war zuletzt nur der Januar 2017 mit einer deutschlandweiten Mitteltemperatur von etwa
-2,1 °C. Bayernweit lag die Mitteltemperatur im Januar 2026 bei -1,9 °C, im Jahr 2017 waren es sogar -4,8 °C.
Diese genannten Zahlen hören sich recht kalt an, aber was waren bisher eigentlich die kältesten Januare?
Diese Grafik (von mtwetter.de) zeigt den deutschlandweiten Temperaturdurchschnitt für den Januar seit 1880. Man sieht, dass 2026 oder 2017 gar nicht zu den eisigsten Januaren gehören. Da gab es zum Beispiel den Januar 2010 mit -3,6 °C oder 1987 mit -5,9 °C. Der kälteste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war 1940 mit -9,1 °C – heutzutage kaum vorstellbar.
Knapp 10 Eistage gab es im Januar deutschlandweit gemittelt. Ein Eistag ist ein Tag, an dem die Temperatur durchgehend unter 0 °C bleibt. 10 Tage sind bereits recht hoch. 2017 waren es im Schnitt sogar 11 Eistage.
Bei uns in der Region sieht es wie folgt aus:
· Altomünster: 12 Eistage
· Maisach: 11 Eistage
· München: 9 Eistage
Aber nicht nur die Temperaturen waren im Januar 2026 etwas Besonderes, sondern auch die Schneedeckentage. Allzu viel Schnee gab es bei uns im Amperland zwar nicht, aber dennoch machen ein paar Zentimeter in der Statistik etwas aus. Deutschlandweit gab es im Mittel rund 16 Schneedeckentage. Das ist im Vergleich zu den letzten Jahren recht hoch. Zuletzt gab es im Jahr 2017 so viele Schneedeckentage, genauer gesagt knapp 18 Tage.
2010 hatte im Schnitt 27 Schneedeckentage im Januar und liegt damit auf Platz 6 seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Wie sieht es bei uns in der Region aus?
· Andechs: 15 Schneedeckentage
· Maisach: 14 Schneedeckentage
· Schwabmünchen: 13 Schneedeckentage
· Altomünster: 11 Schneedeckentage
· München: 10 Schneedeckentage
Thema Niederschlag:
Hier sah es eher mau aus. Deutschlandweit fielen im Schnitt rund 46 Liter Niederschlag. Das entspricht etwa 73 % des Solls des neuen Klimamittels. In Bayern fiel vor allem an den Alpen sowie im Osten des Freistaats deutlich weniger Niederschlag als üblich.
Bei uns im Amperland fielen im Schnitt etwa 70 % des Solls, also ebenfalls weniger. Allerdings muss man auch sagen: Wenn in den Wintermonaten weniger Niederschlag fällt, ist das nichts Dramatisches. Vor allem für die Natur wird es erst im März wichtig, wenn sie langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Thema Sonne:
Im Januar gab es verbreitet viel Sonne. Deutschlandweit schien die Sonne im Schnitt 65 Stunden, das entspricht etwa 123 % des Solls – also deutlich zu sonnig. Die meiste Sonne gab es in Bayern. In München schien die Sonne rund 122 Stunden, was etwa 180 % des Solls des neuen Klimamittels entspricht.
Fassen wir kurz zusammen:
· Der Januar war nach dem neuen Klimamittel leicht zu kalt (was der Statistik nach der aktuellen Klimaepoche durchaus guttut).
· Der Januar war leicht zu trocken und zu sonnig.
Zum Schluss noch die Grafik meiner Wetterstation aus Maisach:


Ich habe die winterlichen Phasen (weiß) eingezeichnet. Da sieht man auf den ersten Blick, dass der Januar insgesamt doch recht winterlich war – zumindest von den Temperaturen her.
Beim Thema Schnee sah es eher mau aus.
Der Temperaturdurchschnitt des gesamten Monats lag bei -1,2 °C.
Der wärmste gemessene Wert war am 15.01.2026 mit +11,6 °C.
Der kälteste gemessene Wert wurde am Morgen des 06.01.2026 mit -12,8 °C registriert.
Bild1: mtwetter.de
Bild2: Wetterstation-Maisach Amperwetter
Text: Marcel Helget
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